News 2017

Tape gegen Beschwerden

Januar 2017 Das neue Jahr begann mit einer interessanten Weiterbildung. Ich habe mein Wissen zu Tape-Möglichkeiten in der Schwangerschaft und während der Wochenbett- und Rückbildungszeit vertieft. Bei Bedarf kann ich nun Frauen mit Beschwerden rund um die Schwangerschaft mit Tape-Anlagen behandeln.

Beckenboden - was hält wirklich?

März 2017 Beckenboden - was hält wirklich? Das war der Titel eines interessanten Weiterbildungstages Anfang Jahr. Hüpfen, springen, rennen… soll man bei Inkontinenz davon abraten oder, gerade im Gegenteil, dazu auffordern?

Wir kommen inkontinent auf die Welt und verlassen sie mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls wieder inkontinent. Dazwischen ist eine hoffentlich lange Phase der Kontinenz. Bei Frauen treten oftmals nach einer Geburt oder im Alter von 40 bis 50 Jahren erste Anzeichen von Inkontinenz auf. Während die Inkontinenzprobleme nach einer Geburt mit einer entsprechenden Rückbildungsgymnastik meistens ohne weitere Anstrengungen wieder verschwinden, hören die Probleme ab 40 nicht einfach so wieder auf. Jetzt ist gezieltes Beckenbodentraining angesagt. Das auf ganz verschiedene Arten gemacht werden: integriert in den persönlichen Alltag oder eine (fast) beliebige sportliche Tätigkeit und als spezifischer Beckenbodenkurs.

Dass wir unten dicht sind, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Drei dieser Faktoren möchte ich herausheben: die Höhe des Östrogenspiegels, die Elastizität des Bindegewebes und der allgemeine Zustand der Muskulatur. Ohne unser Zutun führen die natürlichen hormonellen und körperlichen Veränderungen mit dem Älterwerden früher oder später mit grösster Wahrscheinlichkeit zu Inkontinenz.

Die Östrogenproduktion nimmt mit dem Eintreten der Menopause radikal ab. Östrogene steuern den Aufbau der Schleimhautschichten in der Harnröhre. Wenn diese Schleimhautschichten in Folge von Östrogenmangel dünner werden, wird der Harnröhrenausgang weiter. Es braucht somit eine grössere muskuläre Anstrengung, um ihn zu verschliessen. Wenn Training nicht hilft, kann lokale Östrogensubstitution Linderung verschaffen.

Die Elastizität des Bindegewebes und die Muskelmasse nehmen mit zunehmendem Alter ebenfalls ab. Um elastisch und reaktionsfähig zu bleiben, braucht das Bindegewebe entsprechende Belastungsreize. Dasselbe gilt für die Muskulatur, ganz nach dem Motto: ohne Fleiss, kein Preis. Dafür gibt es keine Pillen und Zäpfchen. Das einzige wirksame “Medikament” ist Training!

Neue Studien legen nahe, dass zusätzlich zum bekannten, eher ruhigen Beckenbodentraining, stärkere Trainingsreize gesetzt werden sollen. Also doch hüpfen, springen und rennen - wohldosiert selbstverständlich. Und falls es beim Trainieren trotzdem einmal tröpfelt? Mit einer Einlage vorsorgen - dem Training scheint das nicht zu schaden.

Ich freue mich über die zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten im Beckenbodentraining. Sie bereichern das Kursprogramm um eine lustvolle Komponente.

Beckenblockaden lösen

August 2017 Im August dieses Jahres habe ich einen Aufbaukurs zum Thema Arthrokinematik des Beckenrings besucht und mein Wissen betreffend Blockaden und Verschiebungen im Becken vertieft. Solche Probleme sind im Zusammenhang mit Schwangerschaften ein verbreitetes Phänomen. Mit der erlernten Lösetechnik kann ich betroffenen Frauen Linderung verschaffen.

Ich sehe mich nach wie vor als Übende. Je mehr ich üben kann, desto besser! Im nächsen Jahr werde ich weitere Aufbaukurse besuchen, um mein Wissen zu festigen. Personen mit akuten Beckenblockaden sind bei mir bereits jetzt gut aufgehoben. Für länger dauernde Behandlungen von chronischen Beschwerden schicke ich betroffene Personen momentan jedoch noch weiter.

Faszienfitness und Beckenboden

November 2017 Zum Abschluss des Weiterbildungs-Jahres habe ich mich nochmals mit dem Beckenboden auseinandergesetzt. Im Kurs Fascial Fitness und Beckenboden hat sich bestätigt, was ich schon Anfang Jahr gelernt habe. Der Beckenboden soll gefordert werden, sogar wenn er undicht ist. Federn, Hüpfen und Springen gehören also bei gesunden Personen dazu! Bei Organsenkungen und nach einer Geburt muss die Sache hingegen nach wie vor ruhiger angegangen werden. Nach einem sorgfältigen Aufbautraining geht es aber auch hier früher oder später Richtung Federn, Hüpfen und Springen. Der Alltag findet ja schliesslich auch nicht auf dem Liegestuhl statt!

Fascial Fitness oder Fazien-Fitness ist momentan das Trend-Thema in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Es gibt auf dem Markt inzwischen eine Vielzahl entsprechender Kurs-Formate und mindestens ebensoviele neue Gymnastik-Kleingeräte, welche zum Kauf angeboten werden. Ist Faszien-Fitness einfach eine weitere Geschäftmacherei?

Bereits im Herbst 2015 habe ich eine zweitägige Weiterbildung zum Thema absolviert (siehe Bericht). Auf den ersten Blick scheint Faszientraining alter Wein in neuen Schläuchen zu sein - also nichts Neues. Und es stimmt, bewegungsmässig ist nichts oder nur wenig Neues dazugekommen. Aber, und das ist ganz wichtig: gutes Altes wurde wieder ausgegraben und entstaubt. Und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die zum Faszientraining geführt haben, die sind tatsächlich neu. Sie geben dem Faktor Bewegungsqualität noch mehr Tiefe und haben unser Bewegungsrepertoire (wieder) geöffnet.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: Bewegungsunterricht, der nach den Prinzipien des Faszientrainings aufgebaut ist, fühlt sich super an! Vieles habe ich schon in meinen Unterricht eingebaut. Weiteres wird kommen. Lasst euch überraschen!

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